Bildwerke

Das Evangelium sowie christliches Traditionsgut in universaler Sprache zu erzählen, stellte Künstler vor die Aufgabe, geeignete Bildwelten zu entwerfen. Sei dies nun – wie in unserer Sammlung – eine Allegorie von Gut und Böse auf dem gotischen Altarretabel der Familie Schönborn oder der Darstellung der Martyrien der Heiligen Simeon und Judas Thaddäus von Hans Holbein d. Ä.

Außerhalb von Sonderausstellungen ist der große Saal im Erdgeschoss des Hauses den Bildwerken vorbehalten. Malerei und Skulptur aus verschiedenen Epochen und Materialien sind hier beheimatet. Darüber hinaus befinden sich natürlich auch in den übrigen Räumen des Diözesanmuseums Bildwerke, anhand derer Aussagen über das im jeweiligen Raum präsentierte Thema getroffen werden können.

Die ausgestellten Bildwerke zeigen eindrücklich, wie sich die Malerei von der mittelalterlichen Armenbibel (Biblia pauperum), die die Heilsgeschichte denen nahe bringen sollte, die nicht lesen konnten, zu einer Kunst wandelt, in der der Künstler als autonomer Gestalter und nicht mehr einfach als ausführender Handwerker in Erscheinung tritt.

Neben ausgewählten Porträtmalereien von Trierer Kurfürsten oder Limburger Bischöfen und historisch aufschlussreichen Kupferstichen zeigt das Diözesanmuseum auch Glasmalereien aus fast jeder Epoche kirchlicher Kunst. Nicht zu vergessen sind die qualitätvollen Skulpturen, zu deren Glanzstücken neben Werken aus gotischer Zeit wie die monumentale Pieta aus Bad Homburg besonders die Barockskulpturen der sog. "Hadamarer Schule" zählen.

 

 

 

    Saal im Erdgeschoss während der Sonderausstellung "Gotik im Westerwald"